Bahnhofsteg in Ulm

Bahnhofsteg gesperrt – Räte ratlos – Bürger sprachlos

Wollen Sie ein Beispiel dafür, wie glanzvoll die Ulmer Stadtverwaltung und die gewählten Volksvertreter gelegentlich ihre Arbeit tun? Dann blicken Sie auf den Bahnhofssteg – jetzt und vor allem ab Januar 2008 – sie werden sprachlos sein.

Die bedeutendste Stadt an der Ost-West-Magistrale, die kommende Kulturhauptstadt Europas, die Stadt mit dem filigransten und bekanntesten Bauwerk zeitgenössischer Architektur in ihrer Mitte, dem Weishaupt – Museum, und dem berühmten Donaubüro ließ über Jahre untätig eine zentrale Brücke verkommen. Von Zeit zu Zeit diskutierten die Räte über den fortschreitenden Verfall, eine vernünftige Sanierung beschlossen sie hingegen nicht.
Der Bahnhofssteg ist jetzt zur Überraschung aller vom Einsturz bedroht, ein Neubau unvermeidlich. Die Fussgänger werden voraussichtlich ein halbes Jahr lang einen Umweg nehmen müssen, der etwa 10 – 15 Minuten mehr Zeit kosten wird.

Gibt es eine bessere Formulierung für das Versagen als den Satz aus der örtlichen Presse vom 19.7. : „Ziemlich ratlos zeigten sich die Ausschussmitglieder ob der Frage, wie die vielen tausend Fußgänger und Radler, die den Steg täglich benutzen, dann vom Bahnhofsvorplatz in die Schillerstraße und zurück kommen sollen.“ Wie mir berichtet wurde, haben sich viele Ratsmitglieder geschämt.

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