Nur 35 Prozent für Gönner

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Ulm gingen von 83100 Wahlberechtigten nur 35770 zur Wahl, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 43 Prozent. Seit 1948 gab es in Ulm nur eine Wahl zum OB, bei der die Wahlbeteiligung noch niedriger lag. Das war 1966, damals beteiligten sich nur 39 Prozent.

Die Wähler gaben zu 80 Prozent ihre Stimme dem Amtsinhaber Gönner; 12 Prozent wählten den Grünen Kienle und 4 Prozent den Unabhägigen Milde. 28460 Wähler stimmten für Gönner, damit wählten insgesamt weniger als 35 Prozent aller wahlberechtigten Ulmerinnen und Ulmer den Amtsinhaber. Dieser erklärte nach der Wahl : “Ich werte das Wahlergebnis als eine Bestätigung meiner bisherigen Arbeit”.

Offensichtlich interessiert Gönner nicht, dass es 57 Prozent der Wahlberechtigten vorzogen, der Wahl fernzubleiben. Muss man sich angesichts so selbstgefälliger Wahlinterpretationen fragen, welche Ursache Politikverdrossenheit hat und wie es in unserem politischen System zu einem immer größeren Legitimationsverlust kommt?

/ 2.12.07

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