Donaufest – Ohne Bier und fette Bratwurst

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Gönner!

Auf ihrer Homepage laden Sie Ulms Bürger zum Dialog ein. Davon fühlt sich unser Stammtisch vom Virtuellen Gasthaus Ulm angesprochen. Bitte verstehen Sie unsere Vorschläge als einen Versuch, aktiv an der Weiterentwicklung der Stadt mitzuwirken.
Vor wenigen Tagen stellte Bundesverbraucherschutzminister Seehofer eine Studie vor, die Gewohnheiten der Deutschen beim Essen und Trinken, bei körperlicher Betätigung, beim Einkaufen und bei der Lebensführung unter die Lupe nimmt. Das Ergebnis dieser „Nationalen Verzehrstudie“ ist erschütternd : Zwei Drittel aller Männer sind übergewichtig, über 50 Prozent der Frauen gleichfalls; 20 Prozent aller Befragten leiden unter Fettleibigkeit. Da Übergewicht und Fettleibigkeit zu Erkrankungen der Gefäße, des Herzens, des Kreislaufs und der Gelenke führen, will die Bundesregierung in Kürze mit einem „Aktionsplan Ernährung“ auf gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung der Bevölkerung hinwirken.
Wir vom Stammtisch meinen, dass Ulm auf diesem wichtigen Gebiet ebenfalls tätig werden sollte. Eine Stadt, die sich der Avantgarde zurechnet, häufig schon als Genf des Donauraumes bezeichnet wird und als gesündeste Stadt Deutschlands gilt, ist beim Thema Ernährung in einer ganz besonderen Pflicht. Das vom 4. bis 13.7. in Ulm stattfindende Donaufest bietet dazu eine günstige Gelegenheit. In dieser Zeit werden renommierte Künstler und prominente Gäste in Ulm weilen, die Stadt steht sozusagen im Fokus der Weltöffentlichkeit. Diese Chance sollte nicht zuletzt im Interesse des Wirtschaftsraumes Ulm und dessen Stärkung genutzt werden.
Wir schlagen deshalb folgende Maßnahmen vor :

1.In erster Linie sollte allen Besuchern Obst und Gemüse zum Verzehr angeboten werden. Wurst, Kuchen und Eis vermisst man auf einem kurzweiligen Fest nicht, zumal wenn es ein anspruchsvolles Kulturprogramm gibt.
2.Spaß kann der Gast auch ohne Alkohol haben. Deshalb sollte erfrischende Mineralwässer und Obstsäfte ausgeschenkt werden. Im Interesse der Volksgesundheit verzichtet die ortsansässige Brauerei gerne auf den Bierausschank.
3.Die städtische Verwaltung wird prüfen, ob es rechtlich möglich ist, den Fast-Food-Gaststätten oder Imbissbuden den Verkauf ungesunder Nahrung im Innenstadtbereich zu verbieten.
4.Analog zu Raucherecken werden an Ulmer Schulen „Fettesser-Ecken“ eingerichtet, um Schüler, die sich gesund ernähren, vor Mitschülern, die das nicht tun, zu schützen.
5.Jeder Besucher erhält nur Zutritt zu den verschiedenen Feststätten des Donaufestes, wenn er sich aktiv an einer der Bootsfahrten beteiligt hat, die vom Ruderclub oder Paddlerverein organisiert werden.
6.Die Festivalleitung trägt dafür Sorge, dass an der Vorbereitung und Durchführung des Donaufestes nur Personen beteiligt werden, die nicht übergewichtig oder fettleibig sind. Das gilt vor allem für leitende Persönlichkeiten. Diese Personen haben Vorbildfunktion und repräsentieren gegenüber den berichterstattenden Medien aus aller Welt die gesündeste Stadt und deren Glaubwürdigkeit.

Es würde uns freuen, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wenn Sie unsere Vorschläge aufgreifen könnten. In der Hoffnung, dass Ulm einen Beitrag zur Volksgesundheit leisten wird, verbleibe ich im Namen des Donaufisch-Stammtisches

mit freundlich Grüßen

Quasselstrippe

/ 13.2.08

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