Zinsmanipulationen der Sparkasse Ulm?

Seit Wochen bedrängt die Sparkasse Ulm Kunden, die ihr Geld in langfristigen Sparverträgen angelegt haben (Vorsorgesparen-Scala), aus diesen Verträgen vorzeitig auszusteigen. Den Sparern droht der Chef der Sparkasse Ulm Manfred Oster: Wenn ihr nicht freiwillig macht, was wir euch vorschlagen, werden wir die Verträge einseitig kündigen.

Die Verbraucherzentrale hält die angedrohte Vertragskündigung für rechtswidrig und rät den Betroffenen, sich dem Zwang nicht zu beugen.

Nun besteht der Verdacht, dass Kunden der Sparkasse Ulm auch bei den Zinszahlungen auf die Vorsorgeverträge übers Ohr gehauen werden.

Die Neu-Ulmer Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe unter dem Titel „Anleitung zur Gegenwehr“ darüber. In diesem Artikel wird auf Entscheidungen des Bundesgerichtshofes verwiesen, die eine Verzinsung, wie sie von der Sparkasse Ulm bei den Vorsorgesparverträgen praktiziert wurde und wird, als rechtswidrig erscheinen lassen. Sollte dies zutreffen, müsste die Sparkasse Ulm damit rechnen, dass Zinsnachforderungen von Kunden auf sie zukommen.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät allen betroffenen Sparern, die ihr Geld in Vorsorgesparverträgen angelegt haben, die Sparkasse Ulm anzuschreiben und Aufklärung über den gesamten Zinsverlauf seit Vertragsabschluss zu verlangen.

Um den Kunden dies zu erleichtern, stellt sie einen Musterbrief zur Verfügung. Sie können diesen Musterbrief von der Internetseite der Verbraucherzentrale herunterladen.

31.7.13

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