Bundestagswahl 2009 in Ulm (3)

Der Ulmer FDP-Finanzexperte Uli Walter im Gespräch

*

Quasselstrippe

Herr Walter, nehmen Sie es der SWP übel, dass diese über Ihre hohe Verschuldung und über Ihre Zahlungsunfähigkeit berichtet hat und dies so kurz vor der Bundestagswahl 2009?

FDP-Finanzexperte

Ganz und gar nicht. Ich bin Herrn König von der SWP dankbar für seinen Bericht. Auf diese Weise erhalte ich Gelegenheit, als persönlich Betroffener kompetent zu Problemen der Verschuldung Stellung zu nehmen.

Quasselstrippe

Fürchten Sie nicht, dass Ihre Glaubwürdigkeit leidet? Wie können Sie dem Staat Vorschläge machen, wie er seine Verschuldung reduzieren soll, wenn sie selber bis über beide Ohren verschuldet sind?

FDP-Finanzexperte

Ich danke Ihnen sehr für diese Frage. In aller Kürze möchte ich antworten: Nur derjenige kann ein Problem lösen, der es voll und ganz verstanden hat. Jemand der keine Schulden hat, den keine Zinslasten drücken, der nicht ständig in Sorge ist, wie er Löcher stopfen soll, kann gar nicht richtig mitreden, wenn es um Staatsverschuldung geht.

Quasselstrippe

Sie befürchten also keine Zweifel der Wähler an Ihrer Kompetenz?

FDP-Finanzexperte

Nicht im Mindesten. Wer kennt sich besser mit der Kriminalität aus und weiß besser über ihre Bekämpfung bescheid als ein Innenminister, der selber Straftaten begangen hat und deswegen hinter Gittern saß? Wer kann besser das Amt eines Finanzministers ausüben als ein Mitbürger, der eigene Erfahrungen darüber gesammelt hat, wie man sein Geld vor dem Finanzamt in Sicherheit bringt? Ich plädiere für mehr Praxiserfahrung. Davon kann ein Politiker nicht genug mitbringen.

Quasselstrippe

Wie sieht nun vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen Erfahrungen Ihr Konzept zum Abbau der Schulden aus?

FDP-Finanzexperte

Erstens: Ich und die Bundesrepublik Deutschland dürfen keine weiteren Kredite aufnehmen. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Damit setzen wir uns unter Druck, vernünftig zu haushalten. Zweitens: Sparpolitik. Ich spare bei meinen persönlichen Ausgaben, der Staat spart bei der Sozialpolitik. Das ist der einzige Weg zum Erfolg.

Quasselstrippe

Hätten Sie dann nicht im Wahlkampf schon sparen müssen. Wie können Sie sich die hohen Wahlkampfkosten leisten?

FDP-Finanzexperte

Der Wahlkampf kostet mich keinen Cent! Das bezahlen alles die FDP und unsere Spender. Und meine Partei bekommt das ja nach der Bundestagswahl von den Steuerzahlern über die Wahlkampfkostenerstattung wieder zurück; ebenso unsere Spender, sie können ihre Spendenbeträge steuerlich geltend machen.

Quasselstrippe

Herr Walter, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

FDP-Finanzexperte

Hätten Sie mir jetzt vielleicht mal einen Euro?

***

26.9.09

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