Schwörmontag 2011

Der jahrhundertealte Schwur, der jedes Jahr beim traditionellen Schwörmontag vom Oberbürgermeister Ulms am Ende seines Rechenschaftsberichtes auf dem Weinhof geleistet wird, bekam eine zeitgemäße („innovative“)Form.

Oberbürgermeister und Räte der Donaustadt hatten erkannt, dass es an der Zeit ist, die alte Schwörformel zu überarbeiten. Wer versteht denn heute noch die Worte: „Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein…“?

Deshalb schrieb die Stadt bereits im vergangenen Jahr einen Dichterwettstreit aus. Unter den eingereichten Texten wurde der des Ulmer Donaufischwirtes Quasselstrippe ausgewählt.

Fortan lautet der neue Ulmer Schwur, den Oberbürgermeister Gönner erstmals öffentlich in seiner Schwörrede am 18.7.2011 leisten wird:

Ich schwör zu helfen jedem Vetter
Auch wenn es gibt ein Donnerwetter
Wenn Lug und Trug und Geld vonnöten
So schlucke ich auch diese Kröten
Dem Vetter schwör ich Hilf und Treue
Und wart, bis er auch mich erfreue
Vetternwirtschaft ist das Wahre
Das jedem Ulmer widerfahre
Der zu den Auserwählten zählt
Und mich zum Bürgermeister wählt
Bei allen Göttern – ja, ich schwöre
Dass ich die Vetternwirtschaft ehre

13.7.2011

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