Scham

oder: Wehre den Anfängen!

Ein alter Freund aus der Schulzeit kam nach Ulm. Seinen Bemerkungen über den Zustand der Donaustadt und ihre politische Kultur konnte der Wirt vom Gasthaus Donaufisch (leider) nicht widersprechen. Er schämte sich, dass Ulm im Land allmählich einen so schlechten Ruf genießt.

Der Besucher sagte:

„Seitdem ich gesehen habe, wie in Ulm durch die lokale politische Elite von SPD, CDU, Freie Wähler und FDP in bester Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer mit Gegnern des Projektes Stuttgart 21 umgegangen wird, wie sie ausgegrenzt und zu Verfassungsfeinden und Schädlingen erklärt werden, seitdem ich gelesen habe, wie Gegner von Stuttgart 21 durch Ulmer Politiker wie Rivoir, Dr. Kienle, Dr. Waidmann und Eichhorn mit der Androhung von finanziellen Nachteilen drangsaliert werden, seitdem weiß ich, wie das mit der Machtergreifung des Faschismus am Ende der Weimarer Republik abgelaufen sein muss.

Intoleranz und die Tendenz zur Gleichschaltung sieht man schon auf Ulms politischer Bühne. Da fehlt nur noch die öffentlich erhobene Forderung, politische Gegner von Stuttgart 21 in Internierungslager zum sperren.“

Lichtblicke: Immer mehr Ulmer äußern sich besorgt über die Beschädigung der Demokratie in der Donaustadt. Zunehmend werden prüfende Blicke von außen auf Ulm geworfen, nicht nur aus Stuttgart. Auf autokratisches Verhalten muss früh aufmerksam gemacht werden. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt. Es gilt, den Anfängen zu wehren.

12.8.11

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