Donau-Airport-Ulm

Aus Stuttgart 21 wird ja nun leider nichts.

Die sachkundigen Mitarbeiter von Bundesverkehrsminister Ramsauer haben die Gründe in einem internen Papier, das heute am 5. Febrauar 2013 bekannt wurde, dargelegt:

Katastrophale Fehleinschätzungen durch die DB bei den zu erwartenden Kosten für die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs; sie liegen jetzt bei 6,8 Milliarden, mit einer weiteren Verteuerung sollte gerechnet werden. (Ursprünglich (bis 2008) veranschlagte die Bahn 2,8 Milliarden für Stuttgart 21)

Auch an der für 2021 geplanten Fertigstellung von S21 bestehen erhebliche Zweifel im Berliner Ministerium.

Ramsauers Beamte empfehlen deshalb, den Vorschlag von Bahnchef Grube auf Weiterführung des Projektes abzulehnen und eine Sanierung des Stuttgarter Kopfbahnhofes zu erwägen.

Tja, was tun, Herr Grube?

Das Land Baden-Württenberg und die Stadt Stuttgart haben bereits klar gemacht, dass sie keine weiteren Mehrkosten tragen werden. Nun sagen auch Ministerialbeamte, dass der Bund nicht mehr bezahlen soll. Die Deutsche Bahn kann die Mehrkosten nur selbst tragen, wenn sie ihr Eigenkapital verbraucht, um die Löcher zu stopfen. Die Folgen wären schlimm: es stünde für andere Investitionen kein Geld mehr zur Verfügung.

Große Kopfschmerzen hatte heute bei der Lektüre dieser Nachricht Ulms Oberbürgermeister Gönner. Er ist bekanntlich einer der größten Fans der Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Ohne Stuttgart 21, meint Gönner, werde es keine neue Schnellbahntrasse zwischen Stuttgart und Ulm geben und der Donaustadt somit der Weg zu weiterer wirtschaftlicher Prosperität versperrt.

Wir vom DF-Stammtisch unterbreiten dem gebeutelten OB Gönner zum Trost einen Vorschlag:

Gehen Sie sofort mit einem neuen Plan in die Offensive. Schlagen sie den Bau eines Großflughafens am Stadtrand Ulms vor. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Aus aller Welt können Wirtschaftsmagnaten und Konzernlenker auf direktem Wege zu Verhandlungen in die Donaustadt gelangen. Fernreisende aus Ulm und Umgebung müssten sich nicht länger auf den umständlichen Weg zum Stuttgarter Flughafen machen. Der Donau-Airport-Ulm wäre auch von Beimerstetten und Illerkirchberg aus für die meisten Flugreisenden bequem mit dem Fahrrad erreichbar (rechtzeitige Radwegplanung mit Bürgerbeteilgung bedenken). Später könnte der Airport in Theodor-Pfizer-Großflughafen oder Ivo-Gönner-Airport umbenannt werden.

Verehrter Herr Gönner, Sie werden sehen: Beim Einbringen dieser Idee in den Ulmer Gemeinderat werden Sie bei allen Gemeinderäten freudige Zustimmung, vielleicht sogar Begeisterung (SPD-Fraktion unter Führung Martin Rivoirs) erfahren.

5.2.2013

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