Gemeinderatswahl 2014 in Ulm (4)

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Grün – die prägende Kraft

Sie ließen unsere Träume wahr werden. In drei Jahrzehnten politischer Arbeit veränderten die Ulmer Grünen die Donaustadt. Ein Klima aufgeklärten Denkens und der Toleranz entstand. Oberbürgermeister und Verwaltung informieren heute den Bürger über alle Vorhaben rechtzeitig, sie hören und beteiligen ihn. Bei allen wichtigen Zukunftsentscheidungen – dem Bau neuer Gebäude im Zentrum Ulms und am Hauptbahnhof, der Ansiedlung neuer Shopping Center, den Aktivitäten städtischer Unternehmen wie SWU und UWS, den Planungen für den Öffentlichen Personen Nahverkehr – ist der Wille des Bürgers erkennbar. Das alles verdanken wir den Grünen.

Gut. Manchmal gibt es noch Rückschläge.
Wenn Stadträte der FWG und der FDP z.B. verlangen, dass alle Ulmer Gemeinderäte, die gegen Stuttgart 21 sind, bestraft werden müssten, weil sie den Interessen Ulms schadeten. Hier ist noch ein wenig Intoleranz erkennbar.
Oder wenn ein ganzes Areal am Hauptbahnhof in geheimen Verträgen nach Geheimverhandlungen an einen Investor verkauft wird und selbst gewählte Räte zu lange darüber nichts Genaues wissen. Da fehlt es noch etwas an Bürgerbeteiligung.
Oder wenn der Chef der Stadtwerke Berz Millionen in unrentable Kraftwerke investiert und damit das Unternehmen in die roten Zahlen bringt, während die Stadträte gar nicht mitbekommen, dass die SWU am Rand des Ruins stehen. Da vermisst der neutrale Beobachter noch etwas Transparenz.

Aber sonst. Alles bestens in Ulm Dank der beharrlichen Arbeit der Grünen., die häufig in ihrem politischen Wirken nach dem einfachen Grundsatz verfahren: Wir sind fast immer dafür und gleichzeitig dagegen. Beispielhaft die Ansiedlung des völlig überflüssigen Einkaufscenters Sedelhöfe am Hauptbahhof. Einerseits wird es befürwortet, andererseits verweigert man die Zustimmung, weil „die aktuell vorliegende Lösung noch nicht ausreichend erschließungsoptimiert“ sei.

Als wir neulich von den Plänen der Stuttgarter Landesregierung erfuhren, im neuen Bildungsplan für allgemeinbildende Schulen die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ zu verankern, waren wir vom DF-Stammtisch etwas skeptisch. Wird da nicht übertrieben? Wir halten die Toleranz sexueller Orientierungen und die Ablehnung von Diskriminierung für selbstverständlich. Aber müssen sich deswegen gleich etliche Schulfächer mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und Intersexuellen beschäftigen?

Das Wahlplakat der Ulmer Grünen erreichte uns gerade rechtzeitig.Gewiss wird es konservative Wähler wieder versöhnen. Sehen die Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Plakat nicht wie glückliche Ehepaare aus? Dabei hatten wir vom Stammtisch schon erwogen, die Grünen in ihrem Bemühen zu unterstützen, in allen Lebensbereichen die menschlichen Sexualität zu thematisieren. Unsere Forderung nach Einführung einer Schwulen- und Lesbenquote im Ulmer Gemeinderat sparen wir uns jetzt eben für den Wahlkampf 2019 auf.

Diesmal schließen wir uns der Forderung der jungen Grünen nach Errichtung öffentlicher Toiletten am Donauufer an. Allerdings ergänzt um die Bitte, unser verehrter Baubürgermeister Wetzig möge sich selbst um die künstlerische Gestaltung der Latrinen kümmern. Vielleicht könnte das Annette Weinreich von den Grünen in die Wege leiten, die von Wetzigs ästhetischen Vorstellungen begeistert scheint.

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