Ulm trauert um die Sparkasse

Gestern verstarb nach langem Leiden an den Folgen einer Scala-Infektion die Sparkasse Ulm.

SpK.Ulm
Alle ärztliche Kunst der international anerkannten Koryphäen Professor Dr. Ivo Gönner und Professor Dr. Heinz Seiffert konnte das Leben der Siechen nicht mehr retten. Auch die von Ulms bekanntem Scheinheiligen Manfred Oster herbei geflehte göttliche Hilfe blieb leider aus.

Was wird nun aus den 80 Millionen € teuren und noch nicht ganz fertig gestellten Neubauten der Verstorbenen?

Die Gebäude sind, wie Sie auf unserem Foto unschwer erkennen werden, so hässlich, dass sich dafür beim besten Willen kein Käufer finden wird. Selbst die Hamburger Firma DC Commercial, die der Stadt für einen Appel und ein Ei die Sedelhöfe abkaufen wird, hat für den Sparkassenneubau keine Verwendung und schlug das Angebot der Erbin, die Gebäude für einen symbolischen Euro zu erwerben, bereits aus.

SpK.Neubau

Ulms Obergscheidle

… und die Sparkasse Ulm

Ein Gscheidle ist ein Neunmalkluger. Er gibt vor, etwas zu wissen. Am Ende stellt sich aber meist heraus, dass er nichts wusste.

Ulms OB Ivo Gönner ist Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Ulm. Statt das Vorhaben der Ulmer Sparkasse, tausende von Sparern aus ihren Scala-Verträgen zu drängen und Widerspenstigen die Kündigung anzudrohen, kritisch zu prüfen, unterstützte Gönner Manfred Oster, den Chef der Sparkasse. Im September 2013 behauptete Gönner, er als Jurist wisse, dass der Sparkasse ein Kündigungsrecht zustehe:

„Als früherer Rechtsanwalt will Gönner einen Streit vor Gericht …vermeiden…Andererseits habe sich die Sparkasse auf einen Rechtsstreit…vorbereitet. Gönner habe sich selber in die Materie eingearbeitet. Aus seiner Sicht handelt es sich um einen seitenverkehrten Kreditvertrag, bei dem also nicht die Bank einem Kunden, sondern der Kunde der Bank ein Darlehen gibt. Wie ein privater Kreditnehmer könne die Bank den Vertrag kündigen…“ (SWP vom 25.9.2013)

Kurze Zeit später legte der Ulmer OB nach, indem er die Scala-Sparer pauschal als Menschen verunglimpfte, die reich und saturiert seien und quasi kein Recht hätten, auf der Fortführung gut verzinster Sparverträge zu bestehen:

„OB Gönner liegt, übrigens, als Verwaltungsratschef der Sparkasse ziemlich daneben, wenn er glaubt, es handle sich im Fall Scala nur um ein Wohstandsproblem, nur um die Sorgen reicher Leute. Viele Scala-Sparer sind nichts anderes als Otto-Normalverbraucher“ (H.U.Thierer in: SWP vom 18.12.2013).

Die Richter der 4. Zivilkammer am Ulmer Landgericht, die am 31.3.2014 Klagen gegen die Sparkasse Ulm verhandelten, bescheinigten dem Ulmer OB jetzt, dass er von Vertragsrecht wenig versteht:

„In der ersten Verhandlung ging es um die Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die Sparkasse. Sie ist der Auffassung, dass die Sparkasse die sogenannten Scala-Sparverträge von rund 4000 Kunden nicht einfach kündigen darf. Die Rechtsanwälte der Sparkasse hatten argumentiert, die Bank habe von einem Kündigungsrecht gesprochen. Dabei hätte sich die Bank aber nicht auf eine Klausel im Scala-Vertrag, sondern auf ein gesetzliches Kündigungsrecht bezogen. Das Gericht stufte die Vertragsklausel als intransparent und damit als unwirksam ein. Aus ihr gehe nicht hervor, dass eigentlich nur den Scala-Kunden, nicht aber der Sparkasse ein Kündigungsrecht zustehe. “ ( Die Welt Online vom 31.3.2014).

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Vor Kurzem legte ein Kenner des Vergaberechts überzeugend dar, dass der Stadt Ulm – unter Führung des Rechtskundigen Ivo Gönner – 2010 bei der Ausschreibung des Sedelhofprojektes die aktuell gültige Rechtslage bei Ausschreibungen nicht bekannt war. (Vgl DF vom 10.3.).

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Von einem Juristen an der Spitze einer Stadtverwaltung dürften die Bürger mehr erwarten. Oder sind unsere Ansprüche an die Qualitäten von Politikern schon so gesunken? Sicher scheint: der Verwaltungsrat der Sparkasse Ulm und sein Vorsitzender haben hinlänglich unter Beweis gestellt, dass sie ihren Aufgaben nicht gewachsen sind.

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Und noch ein Wort zum Obergscheidle: Irrtümer und Fehler – und seien sie auch noch so offenkundig und zahlreich – können die Selbstsicherheit dieser Spezies überhaupt nicht beeinträchtigen. Leider.

Comandante Oster

 

…und die Scala-Attentate vom Ulm

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Seit den letzten Anschlägen der Sparkasse Ulm auf viele Tausend Menschen ist der Anführer des „Kommandos Rendite“, Manfred Oster, spurlos verschwunden.

Zur Erinnerung:

Unter der Führung Osters überfiel die Sparkassenbande in den vergangenen Monaten arglose Sparer in Ulm. Mit Einschüchterungen und Drohungen zwangen Oster und seine Schergen die hilflosen Opfer zur Kündigung von Sparverträgen.

Als sich Widerstand gegen die Gewalttäter formierte und Gerichte angerufen wurden, tauchte Oster in den Untergrund ab.

Dem Donaufisch wurde heute ein Bekenner-Video zugespielt, auf dem sich Comandante Oster ohne Einsicht und Reue zu seinen Taten bekennt. Die Entschlossenheit, die in dem Video sichtbar wird, lässt daran zweifeln, ob Finanzguerilla Oster sich dem Urteil des Ulmer Landgerichtes beugen wird, das wir für Juli 2014 erwarten.

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Zum Hintergrund: FAZ Online 1.4.2014

 

 

Das Wort zum Sonntag

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Ulm Manfred Oster hat einen Blick für die Erfordernisse der Zeit. Er weiß, was in schwieriger Situation zu tun ist, um das eigene Unternehmen am Markt sicher und gut zu positionieren. Eine Facette der Unternehmenspolitik ist die Öffentlichkeitsarbeit. Oster entwickelte ein radikal neues Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Ulm: die Laienpredigt.

Sie wird Schule machen. Letzten Sonntag war Premiere. In der Kirche einer kleinen Gemeinde unweit Ulms hatte Manfred Oster als Hobbypfarrer seinen ersten Auftritt. Wir geben die Predigt wörtlich wieder und hoffen, dass sie dem Leser zur Einkehr, Ermahnung und Erbauung dienen möge sowie das Ansehen der Sparkasse Ulm mehre.

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Liebe Brüder und Schwestern!

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Der Teufel sandte uns die Finanzkrise. Sie machte die Menschen egoistisch und respektlos. Unsere Wirtschaftsunternehmen streben nur noch nach Umsatz und Profit. Ich sage es Euch schonungslos, liebe Brüder und Schwestern: Geld regiert die Welt! Halleluja!

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Die Menschen treibt der Drang, immer mehr Geld zu verdienen. Banken spekulieren. Wo solche Zustände herrschen, kann die Finanzkrise nicht ausbleiben. Halleluja!

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Ich, Manfred Oster von der Sparkasse Ulm, aber sage Euch, es ist allerhöchste Zeit umzukehren. Sicher und gelassen steuert der Kapitän auf stürmischer See sein Schiff. Ihm will ich es gleichtun, den Stürmen der Finanz- und Wirtschaftskrise wacker trotzen. Alle Führungsverantwortlichen der Wirtschaft sind Kapitäne auf rauer See. Sie sollen meinem Beispiel folgen. Halleluja!

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Brüder und Schwestern! Nicht nach Geld, nicht nach Rendite, nicht nach Umsätzen sollen wir Menschen streben. Auch in der dynamischen Welt von heute laute unsere Losung: Gute Beratung! Kundennähe! Das, liebe Führungsverantwortlichen, schreibt Euch aufs Panier. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Halleluja! Halleluja!

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Wenn wir, liebe Brüder und Schwestern, liebe Führungsverantwortliche, mit gottgefälligem Tun ein leuchtend Beispiel geben, werden uns die orientierungslosen Schäflein hier und in Schnürpflingen, in Arnegg und Blaubeuren, in Asselfingen und Tomerdingen, bald folgen. Uns von der Sparkasse Ulm und Euch Führungsverantwortliche ist der göttliche Auftrag erteilt, die Menschen wieder auf den Pfad des Glaubens und der Tugend zurückzuführen. Halleluja!

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Dann, liebe Brüder und Schwestern, ist der Tag nicht mehr fern, wo Gottvertrauen, Wahrheit und Anstand wieder zu den Menschen zurückkehren, wo Härte und Zynismus weichen, wo Luzifer verjagt sein wird, wo Menschlichkeit, Wärme, Anerkennung, Freude und Liebe wieder in unseren Stuben residieren werden. Halleluja! Halleluja!

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Und dann werden die Menschen aufblicken zur Sparkasse und zu deren Führungsverantwortlichen und sagen: Sparkasse, wir danken dir. Sparkasse, du hast uns vor dem Teufel bewahrt! Halleluja. Amen.

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PfarrerOster

Bruder Manfred bei seiner ersten Laienpredigt in einer kleinen Gemeinde im Alb-Donau-Kreis

Unglaubwürdig

Am 5.10.2013 erschien in der Südwest Presse ein Kommentar des Lokalchefs Hans-Uli Thierer. Ausführlich setzte er sich mit dem Vorgehen der Sparkasse Ulm bei der Kündigung sogenannter Scala-Sparverträge auseinander und mit der Rolle des Verwaltungsrates, unter dem Vorsitzenden Gönner (OB Ulms) und dem Vize Heinz Seiffert (Landrat Alb-Donau).

Hintergrund des Kommentars ist der Versuch der Sparkasse unter ihrem Chef Manfred Oster, 20.000 Sparkassenkunden mit Druck und juristischen Drohungen dazu zu bringen, ihre Scala-Sparverträge selbst zu kündigen und gegen weniger einträgliche einzutauschen.

Die Absicht Osters, die Bankkunden aus dem Vertrag zu drängen, hatte zu zahlreichen Protesten geführt: Anrufe bei der SWP, Leserbriefe, die Verbraucherzentrale schaltete sich ein und riet, auf der Fortführung der Verträge zu beharren, da die Kunden juristisch im Recht seien.

10.000 Sparkassenkunden gaben dem Druck Osters nach und kündigten ihre Sparverträge. 10.000 ließen sich zunächst nicht einschüchtern. Die Sparkasse schriebt sie alle an. Im Raum steht immer noch die Drohung, die Verträge einseitig durch die Sparkasse zu kündigen, wenn die Kunden stur bleiben sollten.

Bundesweit macht die Sparkasse Ulm jetzt Schlagzeilen: Focus und Handelsblatt (27.9.) schreiben darüber; das baden-württembergische Fernsehen hatte bereits am 18.7. über die skandalösen Vorgänge bei der Sparkasse Ulm berichtet. Regio-TV, das Lokalfernsehen, sendet einen Beitrag, der bekannt macht, dass die Sparkasse Ulm im vergangenen Geschäftsjahr einen Spitzengewinn eingefahren hat.

Ende September (25.9.2013) meldet sich der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Sparkasse Ulm Ivo Gönner zu Wort:

* noch vor dem 30.9. soll der Vorstand dem Verwaltungsrat berichteten, wie viele Kunden freiwillig gekündigt hätten
* die Berechnungen der Kosten bei Fortführung der Scalaverträge hält Gönner für richtig (mehrere hundert Millionen); er billigt deshalb das Vorgehen Osters
* Gönner appelliert an Sparkassenkunden, Scalaverträge zu kündigen und neue Verträge zu akzeptieren
* dann meint der Jurist Gönner noch, einen Rechtsstreit mit uneinsichtigen Sparern wolle er zwar vermeiden, die Sparkasse sei aber gut auf eine juristische Auseinandersetzung vorbereitet (eine unverhohlene Drohung)
* Gönner schließt mit der Behauptung, er habe die Verträge selbst geprüft, die Sparkasse könne sie kündigen (Das sagt ein Jurist, der wenig im Zivilrecht gearbeitet hat, sondern vor seiner Zeit als Oberbürgermeister überwiegend als Strafverteidiger tätig war).

Doch zurück zum Kommentar des Lokalchefs.

Inhaltlich ist daran wenig auszusetzen. Die Sparkasse habe ihr Vertrauen verspielt, ihr Image sei beschädigt worden, Oster trage die Verantwortung, der Verwaltungsrat unter Gönner und Seiffert mache den Eindruck eines „willfährigen Aufsichtsgremiums“, Gönner scheine sein „Urinstinkt für die Gefühlslage des kleinen Mannes“ abhanden gekommen zu sein. Thierer stellt auch die richtigen Forderungen: eine Entschuldigung müsse erfolgen und es dürfe keinen juristischen Streit geben. Was also ist an diesem Kommentar auszusetzen?

Hätte Thierer ihn geschrieben, als der Skandal bekannt wurde (Juni 2013) oder zumindest vor Ablauf der erpresserischen Frist zum Umtausch der Scalaverträge (30.9.2013), hätte es nichts zu beanstanden gegeben. Thierer aber ließ drei Monate nichts von sich hören und seinen Kollegen Frank König über die Scala-Verträge schreiben, der nur abwiegelte.

Erst nachdem bundesweit über den Fall berichtet worden ist, tausende Sparkassenkunden in Rage geraten waren, die Verbraucherzentrale es übernommen hatte, den Betroffenen zu helfen, kommt der schlaue Chefredakteur und stellt sich an die Seite der verprellten Sparkassenkunden.

Das ist schäbig. Das ist durchschaubar: die Südwest Presse will nicht noch mehr Sympathie und Abonnenten verlieren. Thierer versucht zu retten, was zu retten ist, und macht, was er sich nie traut: er kritisiert den verehrten Ivo Gönner. Der Verwaltungsrat mache den Eindruck schlecht kontrolliert zu haben. Wohlgemerkt: Thierer schreibt nicht: der Verwaltungsrat habe schlecht kontrolliert.

Sparkassenchef Oster ist unglaubwürdig, wenn er seinen Kunden verwehrt, Kreditverträge mit hoher Verzinsung in Zeiten des niedrigen Zinses auf einen angepassten Vertrag umzustellen, von ihnen aber fordert, ihre Scala-Sparverträge aufzugeben, weil diese der Sparkasse zu teuer kämen.

Unglaubwürdig ist aber auch der Lokalchef H.U. Thierer, der nicht aus Engagement und Überzeugung, sondern aus Opportunismus handelt.

Focus

Handelsblatt

SWR Fernsehen

regio-tv

6.10.13

Zinsmanipulationen der Sparkasse Ulm?

Seit Wochen bedrängt die Sparkasse Ulm Kunden, die ihr Geld in langfristigen Sparverträgen angelegt haben (Vorsorgesparen-Scala), aus diesen Verträgen vorzeitig auszusteigen. Den Sparern droht der Chef der Sparkasse Ulm Manfred Oster: Wenn ihr nicht freiwillig macht, was wir euch vorschlagen, werden wir die Verträge einseitig kündigen.

Die Verbraucherzentrale hält die angedrohte Vertragskündigung für rechtswidrig und rät den Betroffenen, sich dem Zwang nicht zu beugen.

Nun besteht der Verdacht, dass Kunden der Sparkasse Ulm auch bei den Zinszahlungen auf die Vorsorgeverträge übers Ohr gehauen werden.

Die Neu-Ulmer Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe unter dem Titel „Anleitung zur Gegenwehr“ darüber. In diesem Artikel wird auf Entscheidungen des Bundesgerichtshofes verwiesen, die eine Verzinsung, wie sie von der Sparkasse Ulm bei den Vorsorgesparverträgen praktiziert wurde und wird, als rechtswidrig erscheinen lassen. Sollte dies zutreffen, müsste die Sparkasse Ulm damit rechnen, dass Zinsnachforderungen von Kunden auf sie zukommen.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät allen betroffenen Sparern, die ihr Geld in Vorsorgesparverträgen angelegt haben, die Sparkasse Ulm anzuschreiben und Aufklärung über den gesamten Zinsverlauf seit Vertragsabschluss zu verlangen.

Um den Kunden dies zu erleichtern, stellt sie einen Musterbrief zur Verfügung. Sie können diesen Musterbrief von der Internetseite der Verbraucherzentrale herunterladen.

31.7.13

Sparkasse Ulm macht Spitzengewinn

Der Schornstein bei der Sparkasse Ulm raucht. Herr Oster platzte vor Stolz, als er die Bilanz auf einer Pressekonferenz erläuterte. Ulms regionaler Fernsehsender leitet seinen Bericht mit den Worten ein:

„Sparkassenchef Manfred Oster hat sichtlich Freunde an der Präsentation seiner Bilanzzahlen für das vergangene Jahr, denn der Gewinn der Bank liegt nach Risikobewertung bei rund 73 Millionen Euro. Eines der besten Ergebnisse seit Jahren“

Aber sehen Sie selbst den Bericht von Regio-TV. (Bitte auf das Foto klicken)

Sparkasse Ulm. Bilanz

Um so gute Ergebnisse auch in Zukunft präsentieren zu können, schröpft die Sparkasse Ulm unter Leitung Manfred Osters jetzt ihre Kunden: Tausenden von Rentnern will sie dazu drängen, ihre Vorsorgesparverträge zu kündigen oder umzuwandeln. Der Grund: Der Sparkasse sind die Zinsen, die den Kunden nach einigen Jahren Laufzeit vertraglich zugesagt sind, zu hoch.

Wir hoffen sehr, dass sich die Kunden von diesen rüden Geschäftsmethoden der Sparkasse Ulm nicht einschüchtern lassen und sich an die Verbraucherberatung wenden, um dort mehr über ihre Rechte zu erfahren.

Auch hierzu ein TV-Bericht vom SWR-Fernsehen.

20.7.2013

Die Soko Sparkasse warnt

Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?
Bert Brecht, Die Dreigroschenoper

Seit Wochen treibt in Ulm und Umgebung eine Bande ihr Unwesen, die versucht, ältere Mitbürger um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Behörden haben nun reagiert und zur Aufklärung der miesen Machenschaften eine Sonderkommission eingesetzt.

Es geht um Sparverträge, die vor allem Rentner und Rentnerinnen mit der Sparkasse Ulm abgeschlossen haben, die Sparkasse bezeichnet sie als „Vorsorgesparen Scala“.

SparvertragScala

Mehrere tausend Kunden der Sparkasse Ulm wurden in den letzten Monaten von der Bande auf ihrem privaten Telefonanschluss angerufen oder direkt vor ihren Wohnungen angesprochen. Immer wieder bekamen die überraschten und teilweise hilflosen alten Menschen dieselbe Geschichte zu hören:

„Ihr Vorsorgevertrag mit der Sparkasse muss leider gekündigt werden. Die Ihnen gezahlten Zinsen kosten die Sparkasse zu viel Geld. Der Sparkassen-Neubau in Ulms Mitte verschlingt 73 Millionen Euro. Deshalb muss die Sparkasse auf jeden Cent achten. Zeigen Sie Solidarität mit Ihrer Sparkasse. Kündigen Sie den Vertrag selbst. Legen Sie Ihr ausgezahltes Kapital in unserem Sparkassen-Neubau-Solidaritätsfond an. Dieser verschafft Ihnen zwar keine Zinserträge, dafür aber die Gewissheit, an einer ganz großen Ulmer Sache mitzuwirken.“

Die Soko Sparkasse warnt alle Bürger Ulms eindringlich davor, der „Sparkassen-Bande“ Gehör zu schenken. In einer Erklärung der Soko heißt es:

„Wenn Sie angerufen werden und sich jemand als Mitarbeiter der Sparkasse Ulm ausgibt, legen Sie sofort den Telefonhörer auf. Spricht Sie jemand vor Ihrem Haus an, gehen Sie einfach weiter oder bitten einen Passanten um Hilfe und verständigen Sie hinterher umgehend die „Sonderkommission Sparkasse“. Bitte unternehmen Sie selbst nichts. Die Trickbetrüger sind äußerst redegewandt und im Ernstfall auch zur Gewaltanwendung bereit.“

Dass die Bande auch Gewalt anwendet, wurde im Falle eines Rentners deutlich, der hier nicht genannt werden will. Er verlachte den „Sparkassenmitarbeiter“, der ihm vor seiner Wohnung in der Wagnerstraße aufgelauert hatte, und erklärte, dass er sich weder unter Druck setzen lasse noch seinen Vorsorgevertrag Scala kündigen werde. Daraufhin packte ihn der angebliche Mitarbeiter der Sparkasse Ulm bei den dünnen Oberarmen und schrie ihn an:
„Freundchen, Du wirst schon sehen! Wenn es nicht anders geht, schalten wir die bayrische Justizministerin Beate Merk ein. Die wird dafür sorgen, dass Du wie Gustl Mollath in der Klapsmühle landest.“

Die Soko ließ aufgrund etlicher Zeugenaussagen Phantombilder der sog. „Sparkassenbande“ anfertigen. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, sieht einer der Täter (erster von rechts) dem Ulmer Sparkassenvorstand Manfred Oster sehr ähnlich. Die Beamten der Soko vermuten, dass der Trickbetrüger eine Maske trägt, um größere Glaubwürdigkeit auszustrahlen.

SparkassenBande

27.6.2013

Sparkasse Ulm: Das Gute. Das Edle…

…und das Geld

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Ein anonymer Informant sandte Material über die Geschäftsmethoden der Sparkasse Ulm an die Lokalpresse. Aus diesen „internen Unterlagen“, die als vertraulich gelten, geht hervor, dass die Leitung der Sparkasse bei der Kundenberatung quantifizierbare Erfolge von ihren Angestellten erwartet.

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„Ganzheitliche Beratung“ oder „Persönlicher Finanzcheck“ nennt die Sparkasse Ulm das Prozedere, in dem ihre Mitarbeiter Kunden beraten, wie sie Geld zur Vorsorge fürs Alter, als Bausparvertrag, als Sparplan oder risikoreichere Anlage investieren können. Handelt es sich bei diesen Gesprächen zwischen Mitarbeitern der Sparkasse und Kunden tatsächlich um eine Beratung oder wird Druck auf die Kunden ausgeübt, einen Vertrag abzuschließen? Wie ist die Situation der Mitarbeiter: Können sie zwanglos ein Gespräch führen oder stehen auch sie unter Druck und müssen am Ende positive Ergebnisse vorweisen?

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Das interne Papier sagt: „drei Produkte“ seien „pro ganzheitlicher Beratung“ abzuschließen. Die Abschlüsse werden „dokumentiert“.

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Gibt es da Zweifel, wie diese Formulierungen auszulegen sind? Die Beratungen müssen „Produkte“ zur Folge haben (schreckliche Sprache). Über die Erfolge der Mitarbeiter wird Buch geführt. Alles scheint eindeutig: Verkaufsdruck. Keine sachliche Beratung, sondern auf einen Abschluss hin orientiert. Druck auf Mitarbeiter, deren berufliches Fortkommen von den dokumentierten Erfolgen abhängt.

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Also alles genau so, wie bei anderen Banken: Wachstum. Umsätze machen. Gewinne steigern. In erster Linie geht es um das Wohlergehen der Bank. Das Wohlergehen des Kunden wird berücksichtigt, wenn es für das Wohlergehen der Bank nötig ist. Alles kalter Kaffee. Nichts Neues. Nichts, worüber wir uns noch aufregen.

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Da aber tritt Sparkassenchef Manfred Oster auf den Plan. Er will Chef einer „anständigen“ Bank sein, „ethisch korrekte“ Bankgeschäfte abwickeln. Er bestreitet, dass Druck auf Mitarbeiter ausgeübt werde. Die Beratungen, die bis zu drei Stunden dauerten und in einem Protokoll dokumentiert würden, berücksichtigten die „Bedürfnisse der Menschen“. „Produktverkauf ist nicht zwingend“, sagt Manfred Oster zur Lokalpresse. „Produkt“ eines Beratungsgespräches, „synthetisches Produkt“, sei es bereits, wenn der Kunde zum nächsten Berater weitergeschickt werde, der ihn dann über eine Immobilienfinanzierung berate.

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Sollen wir dem Vorstandsvorsitzenden Manfred Oster abkaufen, dass Mitarbeiter und Kunden bei der Sparkasse Ulm ohne jeden Zwang über gute Geldanlagen miteinander plaudern?

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Das hier abgebildete Foto wurde uns anonym zugespielt, darunter stand: „Oster haben kurze Beine“. Wir vom Stammtisch haben keine Erklärung für diesen grammatikalisch falschen Satz. Sie, verehrter Leser? Falls der anonyme Informant diesen Beitrag liest, bitten wir dringend um Rücksprache. Er ist uns eine Erklärung schuldig. In Ulm jedenfalls ist Herr Oster als Mann bekannt, der alles Gute und Edle liebt. Daran wird sich durch anonyme Hinweise nichts ändern.

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OsterKurzeBeine

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10.4.2013

Manfred Osters Architekturphilosophie

Osters Architektur-Philosophie

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Ulms Sparkassenchef ist nicht doof

Heißt Manfred Oster der Erste

Im Nebenberuf ist er Philosoph

Hält Denken fürs Allerschwerste

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Manfred spricht über Architektur

Den Neubau der Stadtsparkasse

Komplexe Materie? Keine Spur!

Das versteht sogar die Masse:

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Vorn geht’s ins Gebäude rein

Und hinten wieder raus

Es ist klasse, es ist fein

Unser einzigartiges Haus.

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Oster, Ulms Sparkassen-Hauptwart

Baut im Zentrum eine Kaserne

Woher er bloß die Millionen hat

Wüsste mancher Bürger gerne

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Doch Manfred spricht über Architektur

Den Neubau der Stadtsparkasse

Komplexe Materie? Keine Spur!

Das versteht sogar die Masse:

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Es gibt gar viele Fassaden

Geordnet und sehr schlank

Einladend auch die Arkaden

Charaktervolle Scheiben blank.

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Die Räte schauen allem nur zu

Ulms Mitte wird verschandelt

Gönner und Wetzig geben Ruh

Mit Bürgern wird nicht verhandelt.

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Und Manfred spricht über Architektur

Den Neubau der Stadtsparkasse

Komplexe Materie? Keine Spur!

Das versteht sogar die Masse:

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Oben schützt ein großes Dach

Unsre Mitarbeiter vor Regen

Im Hause hören Sie keinen Krach

Der Bau ist für Ulm ein Segen.

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SparkasseUlmAbbruch

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Wichtiger Hinweis:

Der nachfolgende Text ist keine Satire.Mit dieser Bemerkung zur Textsorte kommen wir möglichen Anrufen des Pressesprechers der Sparkasse Ulm zuvor. Die Hervorhebungen im Text stammen von uns. Sie weisen auf sprachlich besonders gelungene Formulierungen oder auf die Explikation einer besonders tiefgründigen Idee hin.

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Manfred Oster über den Neubau der Sparkasse Ulm / swp online Filmbeitrag 27.7.2012

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Zitate aus Osters Antworten auf Fragen eines Journalisten

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Wir haben eine Fassade, die ist sehr schlank von der Westseite her, sehr geordnet. Sie hat auch noch so einen ruhigen Charakter durch die Scheibe, die da steht. Wir haben auf der anderen Seite eine zurückhaltende Gliederung – der Fenster – und gleichzeitig dann Arkaden. Arkaden laden natürlich immer ein. Alles sieht man auf einmal.

Ich glaub des Faszinierende ist in dem Fall, es ist spürbar, dieses Gebäude ist Teil der Stadt.

Des neue Gebäude ist so entstanden, dass – wir – immer das Interesse hatten, zusammen zu sein, und wir wollten an einen Standort und deshalb haben wir dann dieses neue Gebäude geplant zusätzlich zu dem, was wir mit der Sanierung wollten.

Diese Gebäudeteilung, also die Aufteilung in zwei Gebäude ist nicht nur im Interesse der neuen Baulichkeit, sondern – ist – Urinteresse der Stadtentwicklung, Verbindung Weinhof rüber – in den anderen Teil der Stadt – über den Neuen Bau – und des wird hier natürlich sehr deutlich gezeigt.

Die Terrassen, die Se do sehen, die sind ja dadurch entstanden, dass die Gebäude über diese unterschiedliche Gebäudehöhe in der Wuchtigkeit ganz klein wenig zurückgefahren wurden. Daraus entsteht genau die Gliederung, die wir brauchen, auch der Blick vom Weinhof zum Münster usw. Natürlich isch des damit a ganz prima Chance, auch aufs Dach zu können.

Also ich empfähl Ihnen zunächst mal durch den Eingangsbereich jetzt mit mir zu gehen. Im Haupteingang muss immer das sein, was man so im Vorbeigehen tut. Sparkasse to go – oder sowas.

Wir haben dann auch eine Art Sparkassenpassage. Sie müssen sich vorstellen, des Haus 66 – können Se dr Länge nach ganz durchgehen und dann kommen Se wieder nach außen, stehen vor dem nächsten Gebäude – dort ham wir vor, alles rund um die Immobilie zu platzieren.

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ZUM INTERVIEW

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29.7.2012