EnerGen Süd ist pleite

Nun ist es offiziell:

Durch den Beschluss des Amtsgerichtes Ulm (Geschäfts-Nr.: 3 IN 98/12) wurde das Insolvenzverfahren gegen die EnerGen Süd eG eröffnet und „zur Sicherung der künftigen Insolvenzmasse und zur Aufklärung des Sachverhaltes“ Rechtsanwalt Michael Pluta aus Ulm zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Nun findet sich unter „Wichtige Informationen“ auch auf der Internetseite der Energiegenossenschaft Süd ein Text, der über die Insolvenz informiert. Monatelang wurden die Genossenschaftsmitglieder für dumm verkauft und mit Unwahrheiten und Verschweigen getäuscht. Kurz vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 22.2.2012 wurden von der Internetseite der Genossenschaft noch Informationen zu verantwortlichen Personen entfernt.

Wer Näheres über das Insolvenzverfahren von unabhängiger Seite erfahren will, findet Informationen auf der Internetseite des Insolvenzverwalters www.pluta.net

23.2.2012

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EnerGen Süd: Abschlagszahlungen gestoppt

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Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta wird zum Schutz der Kunden keine Abschlagszahlungen der EnerGen Süd mehr einziehen lassen. Die Energiegenossenschaft wird dementsprechend die Lieferung zum 1. März 2012 einstellen.

Die Kunden bekommen weiterhin Strom und Gas in der Grundversorgung.Der Großteil der Netzbetreiber hatte die Weiterarbeit mit dem Billigstrom- und Gasanbieter von enormen Vorkasse-Leistungen abhängig gemacht.

„Solche Vorleistungen hätten selbst einen gesunden Betrieb vor große Herausforderungen gestellt. Um Schaden von den Kunden abzuwenden, verzichte ich deshalb auf den Einzug der laufenden Monatsraten und stelle die Lieferungen ein“, sagt Michael Pluta.

Die Endabrechnungen für die Kunden sowie weitere Informationen zum Insolvenzverfahren erfolgen in den nächsten Monaten.

Die Energiegenossenschaft EnerGen Süd aus Ulm mit rund 27.000 Mitgliedern befindet sich derzeit in der vorläufigen Insolvenz. Die Genossenschaft war deutschlandweit tätig, schwerpunktmäßig in Süddeutschland.

/ 29.2.2012

EnerGen Süd – Quo vadis?

November 2011 berichtete die Südwest Presse über die EnerGen Süd. 3,67 Millionen Euro Defizit erwartete die Ulmer Energiegenossenschaft für das laufende Jahr. Eine ganze Reihe von Fehlern wurde in dem Artikel genannt, die zu der finanziellen Katastrophe geführt haben sollen: Zu starker und zu schneller Mitgliederzuwachs, falsche Preiskalkulationen, unzulängliches Controlling, schlechte Kooperationsverträge.

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Das Vorstandsmitglied Heinz Sihler hatte nach seinen eigenen Angaben im April 2011 fristlos gekündigt. Zwei andere führende Mitarbeiter der Genossenschaft, Jürgen Kübler und Harald Claus, blieben. Preiserhöhungen, eine andere Tarifstruktur, klare Vereinbarungen mit Kooperationspartnern sowie ein Kredit der Volksbank Ulm – Biberach sollten einen Ausweg aus der finanziellen Katastrophe weisen.

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Seit dem Pressebericht über das finanzielle Debakel herrscht Funkstille. Vorstand und Aufsichtsrat haben es bis heute versäumt, die Mitglieder der Genossenschaft zu informieren. Dabei gibt es drängende Fragen:

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Was ist seit Bekanntwerden der hohen Verschuldung der Genossenschaft passiert? Wird die EnerGen Süd aus dem Schlamassel herauskommen?

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Die Vorstandsmitglieder Jürgen Kübler und Armin Wetzel halten es offensichtlich nicht für nötig, die ca. 27.000 Mitglieder der Genossenschaft über die prekäre Situation angemessen aufzuklären. Sie betreiben Geheimniskrämerei, verpflichten Teilnehmer von Vertreterversammlungen zum Stillschweigen und geben an Herrn Jürgen Buchta von der Südwest Presse selektiv Informationen, die dieser dann in der Lokalpresse veröffentlicht. Auf die Idee, selbst zu recherchieren, kommt der Journalist nicht.

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Es ist eine Schande: 27.000 Mitglieder erhalten keine Gelegenheit, sich ein eigenes Urteil vom wirtschaftlichen Zustand der Genossenschaft zu bilden. Behandelt man so Menschen, die man ernst nimmt und respektiert? Wollen Vorstand und Aufsichtsrat Betriebsgeheimnisse wahren? Oder wollen sie durch Intransparenz für Ruhe unter Mitgliedern und Interessenten sorgen? Werden die Mitglieder in ein paar Monaten durch die Pressemeldung geschockt, dass die EnerGen Süd zahlungsunfähig ist und ab sofort weder Gas noch Strom liefern kann?

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Soweit wir in Erfahrung bringen konnten, sieht es Mitte Februar 2012 nicht besonders gut für die Genossenschaft aus:

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Offensichtlich sind die Schulden wesentlich höher als zunächst angegeben. War am 16.11.2011 noch davon die Rede, dass die EnerGen Süd Ende des Jahres 3,67 Millionen Euro Schulden haben werde, konnte jeder am 17.1.2012 in der SWP lesen, dass die Genossenschaft im Jahr 2011 einen Verlust von 6,7 Millionen Euro gemacht habe. Was stimmt nun? Was sagen Herr Kübler und Herr Wetzel, die beiden amtierenden Vorstände, zu diesen widersprüchlichen Zahlen?

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Es wird gemunkelt, dass die Genossenschaft bei ihren Sanierungsplänen nicht auf die Ulmer Volksbank zählen kann. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Verschuldung im November 2011 ließ die Volksbank, so erzählt man sich, die Konten der Genossenschaft sperren, und konnte erst nach Tagen überredet werden, diese Sperrung wieder aufzuheben. Die Volksbank Ulm – Biberach soll es abgelehnt haben, der EnerGen Süd einen Kredit zu gewähren. Grund: Die miserable Beurteilung der finanziellen Situation der Genossenschaft durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AWADO (Deutsche Audit GmbH). Wäre mit Geno Equity nicht ein anderer Kreditgeber eingesprungen, wäre die Ulmer Energiegenossenschaft heute vielleicht schon pleite.

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Wenn man in dieser düsteren Lage nach einem Lichtblick sucht, findet man ihn vielleicht im personellen Wandel in den Führungsgremien. Mit Heinz Sihler und Harald Claus sind zwei von drei Männern aus der Führung ausgeschieden, die Verantwortung für die Misswirtschaft der Genossenschaft tragen. Auch im Aufsichtsrat sitzen jetzt neue Leute, so z.B. Karl-Martin Wöhner, Fraktionsvorsitzender der SPD im Neu-Ulmer Rathaus und potenzieller Landtagskandidat. Ob neue Gesichter allerdings ausreichen, um die Genossenschaft aus ihrer Finanzkrise zu führen, scheint zweifelhaft.

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Was neben einer kompetenten Führung und einem funktionierenden Aufsichtsrat vor allem gebraucht wird, ist das Vertrauen der Mitglieder. Nur wenn Vertrauen vorhanden ist, werden Mitglieder der Genossenschaft die Treue halten und Strom und Gas von dieser beziehen. Dieses Vertrauen wird die Führung nur erhalten oder zurückgewinnen können, wenn sie endlich Tacheles redet und die Mitglieder umfassend informiert. Mit einfältigen Ankündigungen auf der Internetseite, die EnerGen Süd strebe an, „auch die Energieerzeugung in die eigene Hand zu nehmen“, macht sich die Genossenschaftsführung eher lächerlich: Wer soll jemandem, der nicht einmal zu ordentlicher Geschäftsführung beim Verkauf von Strom und Gas in der Lage ist, abkaufen, dass er bald selbst Strom in einem eigenen Kraftwerk erzeugen kann?

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/ 15.2.2012

Energiegenossenschaft Süd in Turbulenzen

Aus der Traum?

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Die Mitglieder der EnerGen Süd werden überrascht, wenn nicht gar geschockt gewesen sein, als sie am 16.11.2011 in der Südwestpresse einen Artikel entdeckten, der ihnen mitteilte, dass ihr Strom- und Gasversorger in einer Krise steckt: 3,67 Millionen Euro wird das Jahresdefizit betragen.

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Die Genossenschaftsmitglieder hatten vor diesem Bericht von ihrem Vorstand nichts, aber auch gar nichts von diesen Schwierigkeiten erfahren. Vielen Genossen dürfte es sauer aufgestoßen sein, dass ihr Vorstand sie weder auf der Internetseite der Genossenschaft noch durch ein Rundschreiben (Email) vorgewarnt hatte. Das letzte, was sie von ihrem Vorstand erhielten, waren Jahresabrechnungen. Diese kamen im August, und da sie gravierende Fehler enthielten, wurden sie im November (vor der Berichterstattung in der SWP) durch korrigierte Abrechnungen ersetzt, die vermutlich schon wieder fehlerhaft sind.

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Für die 3,76 Millionen Euro erwartetes Defizit 2011 trage, so wird behauptet, der ehemalige Finanzvorstand Heinz Sihler die Verantwortung. Er habe, so heißt es, vergessen, die Umlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz in die Preiskalkulation einzubeziehen, so dass der Strom viel zu preiswert an die Mitglieder geliefert worden sei.

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Der nun amtierende Vorstand – ihm gehören Jürgen Kübler und Harald Claus an –,der die SWP informiert hat, brachte auch zum Ausdruck, dass der Finanzvorstand Sihler wegen der Verfehlungen „gefeuert“ worden sei.

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Am 18.11., also nur zwei Tage später, erschien in der Südwest Presse erneut ein Bericht über die EnerGen Süd. Dieses Mal äußerte sich der ehemalige Finanzvorstand Sihler, der in allen wesentlichen Punkten den gegen ihn erhobenen Vorwürfen widersprach.

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Er sei nicht raus geflogen, sondern habe selbst seinen Dienstvertrag am 18.4.2011 fristlos gekündigt. Die Vorstandskollegen hätte ihn sogar gebeten, bis Juli im Amt zu bleiben oder seine Arbeit auf Honorarbasis bis zum Ende des Jahres fortzuführen. Für das Defizit sei nicht er verantwortlich, sondern eine ab Januar 2011 geltende Neuregelungen zur Abführung der Umlage. Schon im Herbst 2010 habe er verlangt, die Strompreise für die Mitglieder zu erhöhen; andere Verantwortliche der Genossenschaft hätte dies aber abgelehnt.

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So ist der Stand der Dinge. Der schwarze Peter wird zwischen den Verantwortlichen hin- und hergeschoben.Der amtierende Vorstand will das Defizit mit einem Bankkredit ausgleichen. Und was soll das einfache Mitglied der Genossenschaft von diesen Ereignissen halten?

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Es war eine gute Idee, mit der Gründung einer Energiegenossenschaft z.B. den Stadtwerken Ulm einen ernst zu nehmenden Konkurrenten entgegen zu stellen. Auch war es ein guter Plan, den Energieverbrauchern Gas und Strom günstiger anbieten zu können, weil der bürokratische Apparat einer Genossenschaft kleiner ist und kostengünstiger arbeiten kann.

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Allerdings nützten alle Pläne und Idee nichts, wenn ein Vorstand derartige Fehler macht. Jeder Kunde (auch ein Genossenschaftsmitglied) hat eine Erwartung, die auf keinen Fall enttäuscht werden darf: Das Unternehmen, bei dem man einkauft, muss seriös sein, d.h. es darf auf keinen Fall zu Schlampereien bei der Abrechnung oder der Lieferung der Ware kommen. Offensichtlich wurde aus den Fehlern bisher auch zu wenig gelernt, sonst gäbe es diesen unwürdigen Streit um Verantwortlichkeiten nicht.

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Die Entschuldigung, dass die Genossenschaft zu unkontrolliert und zu schnell gewachsen sei, ist nicht akzeptabel. Es wäre Aufgabe der Vorstände gewesen, die Aufnahme neuer Mitglieder vorläufig zu stoppen, um ein gewissenhaftes Arbeiten der Verwaltung sicherzustellen.

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Nun dürfte das Vertrauen vieler Mitglieder erschüttert sein, und es wäre niemandem zu verdenken, wenn er aus dem Chaos, so wie es sich in der Öffentlichkeit darstellt, Konsequenzen zieht.

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Wie auch immer es mit der Energiegenossenschaft Süd weitergehen mag, wir hoffen, dass sie die Krise übersteht und auch dann noch zu akzeptablen Preisen Gas und Strom verkaufen wird, denn der Weg, marktbeherrschenden Energieversorgern einen Konkurrenten entgegenzustellen, ist richtig.

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/ 24.11.2011

SWU und ENBW austricksen

… Mitglied bei einer Energiegenossenschaft werden!

Regelmäßig präsentieren uns die SWU und die ENBW Gaspreiserhöhungen. Nach eigenem Bekunden wollen die beiden Energieversorger damit nicht mehr Geld verdienen. Die Gründe seien nicht von ihnen zu verantworten. Gestiegene Einkaufspreise und die Ölpreisbindung sorgten für teureres Gas, sagen sie. Der Verbraucher weiß natürlich, dass dies nur Vernebelungsstrategie ist und SWU und EnBW ständig steigende Profite einfahren, aber er steht dem relativ hilflos gegenüber. Ihm bleibt oft nichts anderes übrig, als sich willig Geld aus der Tasche ziehen zu lassen.

Zwar besteht heute die Möglichkeit, den Gasversorger zu wechseln. Über verschiedene Internetprotale erhält der Verbraucher rasch einen Überblick über das Angebot. Wer sich allerdings über den Gasmarkt informiert, wird bald feststellen, dass mit einem Wechsel des Versorgers oft nur ein lächerlich geringer Betrag eingespart werden kann und sich der bürokratische Aufwand eines Wechsels gar nicht lohnt.

Außerdem ist es keine Seltenheit, dass der Gasverbraucher schon bald nach dem Versorgerwechsel eine böse Überraschung erlebt: Weil die Energieunternehmen den Kunden oft keine Preisgarantie geben, erhöht der neue Gaslieferant schon nach wenigen Monaten seinen Preis.

Zieht der Verbraucher in Betracht, dass auch staatliche Aufsichtsbehörden wie Wirtschaftsministerien und Bundeskartellamt oft recht erfolglos gegen die halsabschneiderische Preispolitik der Energieversorger agieren, liegt eine resignative Schlussfolgerung nahe: Ein freier Gasmarkt existiert nach wie vor nicht. Die Kunden sind den Gasversorgern und deren Preispolitik ziemlich schutzlos ausgeliefert.

Umso erfreulicher ist eine Nachricht, die uns dieser Tage erreichte. In einem Schreiben der Energiegenossenschaft Süd e.G., einer kleinen Genossenschaft in Ulm/Neu-Ulm, die seit Monaten mit Engagement und Beharrlichkeit an ihrem Ziel arbeitet, ihren Mitgliedern günstiges Gas zu liefern, heißt es: „EnerGen Süd kann in Kürze ihren Mitgliedern Gas liefern. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, sich an einem Einkaufspool eines süddeutschen Anbieters zu beteiligen.“

Da eine Genossenschaft Gewinne nicht ansammelt, sondern an die Mitglieder wieder ausschüttet und auch die Verwaltungskosten und Vergütungen an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates gering sind, besteht tatsächlich eine Chance, dass die Ankündigung der EnerGen Realität wird: 10 Prozent und mehr soll das von ihr gelieferte Gas billiger sein als jenes örtlicher Versorger. Führt sich der Gasverbraucher dann noch den weiteren Vorteil vor Augen, dass in einer Genossenschaft Transparenz herrscht, weil jedes Mitglied Einblick in die Geschäftszahlen (Umsätze, Kosten, Überschüsse usw.) erhält, gibt es mehr als genug Gründe, über die Mitgliedschaft in der Genossenschaft nachzudenken.

22.3.2009

Solidarität mit unseren Energieversorgern

Als Freund moderner Technologie will ich nicht wieder mit Dampflokomotiven fahren. Deshalb unterstütze ich unsere Energieversorger.

In einer Situation der Stimmungsmache gegen unsere Energieunternehmen sehen wir uns vom Freundeskreis der Energieversorger in der Pflicht, wieder auf eine sachliche und faire Diskussion hinzuwirken. Täglich genießen wir die Vorzüge einer sicheren und komfortablen Versorgung mit Energie. Unsere Wohnungen sind am Abend hell erleuchtet. Stromausfälle wie kürzlich bei der Übertragung eines EM-Fußballspieles aus Österreich kennen wir in Deutschland nicht. Im Winter sitzen wir in behaglich geheizten Räumen, und wenn wir mit dem Auto an die Tankstelle fahren, können wir immer sicher sein, dort auch Treibstoff zu erhalten. Dies verdanken wir den Mineralölkonzernen und unseren Energieversorgern RWE, EON, Vattenfall und ENBW.

Spitzenleistungen haben selbstverständlich ihren Preis und das verdiente Geld wird von den Energieversorgern mit Vernunft reinvestiert. Ein tüchtiges Management, die Pflege des Betriebsklimas und Maßnahmen zur Selbstbehauptung der Unternehmen auf internationalen Märkten – das alles kostet viel Geld. Die Ausgaben des Siemenskonzerns zeigen, welche gigantischen Summen heute bereitgestellt werden müssen, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Am Beispiel des Volkswagenwerkes sehen wir, wie teuer es ist, in enger Zusammenarbeit zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat für ein gutes Betriebsklima zu sorgen. All diese Investitionen kommen am Ende aber wieder uns Verbrauchern zugute. Über seine Zahlungen für Energie leistet der Verbraucher auch einen Beitrag zur deutschen Außenpolitik. In Saudi-Arabien z.B. kann sich die Königsfamilie nur Dank angemessener Verdienste aus dem Ölgeschäft an der Macht halten. Niedrigere Einnahmen würden sehr bald zu einer Destabilisierung des Königshauses und zu einer Machtübernahme durch islamische Fundamentalisten führen. Die Folgen für unsere Ölversorgung wären nicht auszudenken.

Neuerdings gibt es in Ulm und Umgebung eine Bürgerinitiative gegen die Erhöhung von Strom- und Gaspreisen. In Versammlungen und Pamphleten wiegelt sie auf, hetzt gegen seriöse Unternehmen und schreckt nicht einmal davor zurück, den braven schwäbischen Bürger zum Zahlungsboykott aufzufordern. Im „Ulmer Aufruf“ sprechen sich die Mitglieder der BI dafür aus, den Energieversorgern die Gas- und Stromnetze wegzunehmen, deren Profite über Steuern abzuschöpfen und sie bedürftigen Bürgern zufließen zu lassen. Hier sind Verfassungsfeinde am Werk. Diese Subjekte bedrohen unsere freiheitlich-demokratischen Grundordnung und unser liberales Wirtschaftssystems. Wir vom Freundeskreis der Energieversorger wollen ihnen mit großer Entschlossenheit entgegentreten. Deshalb fordern wir alle Verbraucher zur Solidarität mit ihren Versorgungsunternehmen und den arabischen Ölförderländern auf.

– Sagen Sie ja zu den Energiepreisen. Denken Sie daran: Sicherheit, Qualität und gesunde Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, gibt es nicht zum Sparpreis.
– Seien Sie stolz darauf, über den Benzinpreis einen Beitrag zu einer deutschen Außenpolitik leisten zu dürfen, die auf Vernunft baut.
– Vertrauen Sie unserem engagierten Bundeswirtschaftsminister Michel Glos (CSU), der über unsere Energiemärkte wacht, jederzeit bereit, bei Unregelmäßigkeiten blitzschnell einzugreifen.
Für Ihre Unterstützung dankt Quasselstrippe, der Vorsitzende vom Freundeskreis der Energieversorger.